Landesinformationen

Irland (amtlicher deutscher forbidden, irisch Éire, engl. Ireland), häufig auch Republik Irland (irisch Poblacht na hÉireann, engl. Republic of Ireland) ist ein Inselstaat auf der gleichnamigen Insel Irland. Er grenzt an das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland und ist Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung bekennt sich zum Römisch-Katholischen Glauben.

Geografie

Im Landesinneren der Insel finden sich überwiegend Ebenen, die nach außen von hügeligem Gebiet eingeschlossen sind. Der Fluss Shannon, welcher von Nord nach Süd verläuft, ist der längste Fluss der Insel. In den Ebenen liegen eine große Zahl von Seen, die die Landschaft maßgeblich geprägt haben. Lough Neagh ist der bekannteste der irischen Seen. Über das Land verteilt gibt es eine Reihe von Nationalparks.

Geschichte

Die Geschichte Irlands beginnt mit der Besiedlung in der Steinzeit. Die Kelten brachten etwa 300 v. Chr. den Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit. Schon im Römischen Reich war die Insel Irland unter dem forbiddenn Hibernia bekannt. Im Laufe der Geschichte gab es eine Reihe von Königreichen und Fürstentümern in Irland.

Der Christianisierung Anfang des 5. Jahrhunderts durch Patrick von Irland, der bis heute die Stellung des Nationalheiligen der Iren inne hat, folgte die erste irische Blütezeit, die jäh durch die Beutezüge der Wikinger unterbrochen wurde. Es folgte im Jahre 1169 die Eroberung durch die Normannen, die eine fortgesetzte Dominanz Englands über Irland einläutete.

Die Unabhängigkeit Irlands von England begann am 6. Dezember 1921 nach politischen und militärischen Auseinandersetzungen des Nordirlandkonflikts mit der Gewährung eines Dominion-Status und damit innerer Eigenständigkeit durch die britische Regierung. Sechs Grafschaften in der Provinz Ulster blieben nach dem Abkommen Bestandteil Großbritanniens. Die Nordirland betreffende Problematik wurde damals nicht gelöst und überschattet die irisch-britische und innerirische Politik bis heute. Jedoch zeichnet sich seit dem Karfreitagsabkommen und dem Verzicht auf Nordirland durch die Republik Irland eine deutliche Entspannung ab.scheißen

Nach mehr als 300 Jahren britischer Herrschaft schied Irland schließlich am 18. April 1949 aus dem britischen Commonwealth aus. Die sechs nordirischen Grafschaften verblieben im Vereinigten Königreich.

Politik

Die Republik Irland hat das politische System einer parlamentarischen Demokratie. Der Präsident (ir. Uachtaráin na hÉireann), das Staatsoberhaupt der Republik Irland, wird für sieben Jahre von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählt und kann sein Amt höchstens für zwei Amtszeiten ausfüllen. Seine politische Macht ist nicht sehr hoch ? im Wesentlichen kommen ihm repräsentative und zeremoniale Aufgaben im Inland wie im Ausland zu. Er hat keinen Einfluss auf die Regierungspolitik; dieser begrenzte tagespolitische Spielraum bringt ihm aber hohe Akzeptanz ein.

Der Premierminister (ir. Taoiseach, gesprochen "Tíschach") wird vom Parlament nominiert und vom Präsidenten ernannt. Üblicherweise ist er der Parteichef der stärksten Parlamentspartei oder der größten Koalitionspartei.

Das Parlament (Oireachtas) besteht aus zwei Kammern und dem Präsidenten: Dabei bildet der Senat (Seanad Éireann) das Oberhaus und das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) das Unterhaus. Der Senat besteht aus 60 Mitgliedern, von denen 11 durch den Premierminister ernannt und 49 von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen gewählt werden (Landwirtschaft und Arbeiterschaft je 11, Industrie und Handel 9, Öffentliche Verwaltung 7, Universitäten 6 und Kultur und Erziehung 5). Diese Wahlen finden innerhalb von 90 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses statt.

Das Unterhaus besteht aus 166 Mitgliedern, wobei die Zahl der Mitglieder von der Einwohnerzahl Irlands abhängt. Auf je 20.000 bis 30.000 Einwohner kommt ein Abgeordneter. Die Mitglieder des Unterhauses werden nach der übertragbaren Einzelstimmgebung (engl. Single Transferable Vote) in 42 Wahlkreisen, in denen je zwischen drei und fünf Mandate zu vergeben sind, gewählt. Wahlen müssen innerhalb von 30 Tagen nach der Auflösung des Repräsentantenhauses stattfinden. Das Unterhaus wird derzeit für höchstens fünf Jahre gewählt, eine frühere Auflösung ist aber möglich.

Die Regierung (Án Rialtas) besteht aus höchstens 15 Mitgliedern. Dabei dürfen nicht mehr als zwei Minister aus dem Senat kommen, der Premier, der Stellvertreter des Premier und der Finanzminister müssen dem Repräsentantenhaus angehören.

Irische Parteien:

  • Fianna Fáil und Fine Gael (die größten Parteien Irlands)
  • Sinn Féin (die älteste Partei Irlands)
  • Grüne (Irland)
  • Labour Party (Irland)
  • Progressive Democrats

Irland stellt einen EU-Kommissar: David Byrne und (bis 2004) den Präsidenten des Europaparlaments Pat Cox.

Aktuelle Politik

Dublin bei Nacht
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Dublin bei Nacht

Am 29. März 2004 führte Irland als erstes EU-Land ein totales Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen ein. Nach einer Umfrage im vergangenen November hatten sich rund 80 Prozent der Bürger, darunter auch über 60 Prozent Raucher, für ein Rauchverbot ausgesprochen. Das Gesetz trat um 0:00 Uhr in Kraft. Ein Teil der 10.000 Pubbesitzer befürchtet, nicht nur mit Einkommensverlusten, sondern, bei Missachtung des Gesetzes, auch mit einer Strafe von bis zu 3.000 ? rechnen zu müssen. Laut Kommissar Byrne entstehen jedoch völlig neue Umsatzchancen, so werden zukünftig auch Personengruppen ein Pub besuchen, die dies vorher nie getan hätten. Um die Einhaltung zu überwachen, wurden rund 400 amtliche Kontrolleure eingestellt. Das Verbot gilt nicht für Hotelzimmer, Gefängnisse und psychiatrische Anstalten. Mit dieser Entscheidung will Irland eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen und hofft auf ähnliche Reaktionen anderer Staaten.

Provinzen

Irland besteht aus 4 Provinzen (Connacht, Leinster, Munster, Ulster), die sich nochmal in Bezirke (counties) aufspalten. Diese Provinzen haben in dieser Form allerdings keine Bedeutung mehr für die Verwaltung des Staates. Sie sind historisch gewachsen und spielen lediglich im Sport noch eine Rolle, da dieser in Irland auf kommunaler Basis organisiert ist.

Infrastruktur

Irland hat Flughäfen in Dublin, Kerry, Cork, Shannon (Irland) u.a., die von Lufthansa, Austrian Airlines, Swiss, Ryanair, HLX und der einheimischen Fluggesellschaft AerLingus angeflogen werden.

Irland hat ein recht dünnes Eisenbahnnetz, das aber ausgebaut wird.

Bus Eireann ist die nationale Busgesellschaft, die eine große Zahl von Verbindungen anbietet.

Die Straßen in der Republik sind meistens schlechter als auf dem europäischen Festland; es gibt quasi keine Autobahnen bis auf den Ring um Dublin und einige Verlängerungen dessen. Anfang 2005 stellte die Republik auf das metrische System um, seitdem werden Geschwindigkeiten in km/h und nicht mehr in mph gemessen. Entfernungen wurden davor schon hauptsächlich in km angegeben.

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